Ideen für Investitionen auf La Palma

Alternative Energie

Auf der internationalen Tagung "Erneuerbare Inseln - Markt der Zukunft" an der unter anderem auch die Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Mechthild Rothe, teilnahm, kam man zur Schlussfolgerung:  Die einzige Chance für die Inseln, eigene Energiequellen zu haben und zu nutzen, sind die alternativen Energien ...  kompletter Artikel 

La Palma ist reich an natürlicher Energie, die im Moment noch kaum genutzt wird.

Einige Firmen bzw. Investoren für alternative Energiegewinnung haben sich bereits in jüngster Zeit in der ZEC Sonderzone angesiedelt.

Im Energiebereich gibt es noch große Investitionsmöglichkeiten. Auch die Stromeinspeisvergütung wird langfristig garantiert und staatlich abgesichert. Gerade für Produzenten von Solarmodulen oder Windrädern für den Privathaushalt lassen sich hier effektiv und günstig Komponenten produzieren. Hersteller sind kaum vorhanden und der Absatzmarkt liegt direkt vor der Haustür. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen ZEC Steuervorteilen und der Klimabedingungen ist der Standort La Palma einmalig in Europa.

Agrarprodukte

 

Bananen sind das Haupterzeugnis der palmerischen Landwirtschaft. Ausgedehnte Bananenplatagen erstrecken sich über weite Teile der Insel. Hauptabnehmer ist das spanische Festland. Der Bananenanbau wird von Madrid und Brüssel subventioniert, um überhaupt konkurenzfähig zu sein. Diese Subventionen sollen in den nächsten Jahren aber reduziert werden und damit wird ein Problem auf die Insel zukommen. Gefragt sind Ideen diese Bananen anderst zu nutzen. Es gibt z.B. auf La Palma keinen Veredlungsbetrieb zur Spirituosen- oder Fruchtsaftherstellung. Auch die Herstellung von Trockenfrüchten oder die Verarbeitung des doch sehr stabilen Blattmaterials der Bananenstaude wären Ansatzpunkte.

 

Avocados werden hier als zweitwichtigste Frucht angebaut und und sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Die auf La Palma angebaute Sorte "Hass" ist aromatischer als die in Deutschland meist angebotene Sorte "Fuerte". Die Avocado wird als Komplettfrucht nach Festlandspanien exportiert. Veredlungsprodukte werden hier nicht hergestellt. Mögliche Verwendungszwecke: Das Öl der Avocado lässt sich für kosmetische Produkte wie Seifen und Cremes oder für medizinische Zwecke als Bakterizid und Mittel bei Durchfallerkrankungen in der Pharmaindustrie verwenden. Auch kann die Avacadofrucht zur kontrollierten Gewichtszunahme durch ihren hohen Fettgehalt eingesetzt werden.

 

Wein wird im Gebiet um Mazo, Fuencaliente und im Norden der Insel angebaut. Die Reben gedeihen in der Vulkanasche wegen des hohen Mineralstoffanteils und der Wasserspeicherfähigkeit des porösen Materials ausgezeichnet. Der Malvesier, ein Süßwein, war einst der bevorzugte Tropfen europäischer Königshäuser. Erst seit jüngster Zeit hat der Weinanbau auf La Palma wieder an Bedeutung gewonnen. Interessant ist der als Barrique ausgebaute sogenannte Vino de TEA. Mit dem Vermarkten tut man sich noch etwas schwer. Hier gibt es Ansatzpunkte für ein Handels- oder Weinhaus diesen Part zu übernehmen und Märkte in Nordeuropa zu öffnen.

 

Protea die neue Blume der Kanaren. War es früher die Strelitzia die nach Nordeuropa exportiert wurde, so kommt seit einigen Jahren noch die Protea dazu. Drei Arten werden auf La Palma angebaut. Ihre wichtigsten Eigenschaften sind die Blütezeit von Herbst bis Frühling, wenn auf dem europäischem Markt wenig Schnittblumen erhältlich sind, sowie die lange Haltbarkeit der Blüte nach der Ernte. Auf einer Anbauanfläche von über 21 Hektar wird die Blume angebaut und schnittfrisch mit dem Flugzeug verschickt. Eine Genossenschaft kümmert sich um die Anzucht und Vermarktung der Proteas. Da La Palma sehr fruchtbare Böden hat, käme auch die Anzucht anderer Blumenarten infrage.

 

Tabak spielt auf La Palma schon seit Generationen eine große Rolle. Zurückkehrende Emigranten aus Kuba haben die Kunst der Zigarren-Herstellung auf die Insel gebracht. Nicht primär der Tabakanbau, sondern das gefühlvolle kombinieren unterschiedlichster Tabaksorten haben den Puro aus La Palma  weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Keine Massenherstellung, sondern kleine Familienmanufakturen stellen in Handarbeit diesen erstklassigen palmerischen Puro her. Hier bieten sich Ansatzpunkte für Großhändler und Zigarrenhersteller. Weiterführende Informationen hier ...

Das sind nur einige Ideen in die investiert werden könnte. Die Palette von Möglichkeiten ist sehr groß. Ich denke z.B. noch an die Fischzucht, die Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Artikeln, der Bereich der Datenverarbeitung, Feinmechanik und Optik oder an den visuellen Sektor der Filmproduktion. Eine interessante Kulisse steht ja bereits zur Verfügung.

Audiovisueller Sektor

   


Die geographische Lage der Kanarischen Inseln und der kontrastreiche Mikrokosmos der Insel, machen La Palma zu einer idealen Kulisse in jeden Film. Frühlingshafte Temperaturen mit vielen Sonnenstunden, klare Sicht und Helligkeit setzen die einzigartigen Naturszenarien der Insel das ganze Jahr über ins rechte Licht. Ob Hochgebirge, dunkle Wälder, tiefe Schluchten, karge Vulkane oder die schäumende Meeresbrandung, - alle diese unterschiedlichen Landschaftsbilder sorgen für abwechslungsreiche Motive. La Palma ist von allen Kanareninseln die kontrastreichste und grünste Insel und das auf engstem Raum und kurzen Anfahrtswegen. Einen ersten Eindruck soll Ihnen das Video vermitteln.
 

 Folgende Tätigkeiten und Aktivitäten kämen in Frage:

  • Film- und Videoproduktion
  • Produktion von Radio- und Fernsehprogrammen
  • Filmproduktion
  • Synchronisation
  • Casting
  • Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
  • Drehortsuche
  • Herausgabe von Informatikprogrammen
  • Herausgabe und Reproduktion von Tonträgern
  • Vervielfältigung von Filmen
  • Zusammenstellung und Photogravüre
  • Kommerzielle Fotografien für Anzeigen, Mode, Touristik usw.
  • Entwicklung von Kinofilmen
  • Gestaltung von Katalogen, Veröffentlichungen und Werbematerial
  • Design
  • Werbekampagnen

 

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Das sind nur einige Ideen für Investitionsmöglichkeiten auf La Palma. Das Betätigungsfeld ist viel weitreichender. Ich denke hier an die Fischzucht, die Herstellung von chemischen oder pharmazeutischen Erzeugnissen, die Datenverarbeitung oder Feinmechanik und Optik. Auch für die Forschung und Entwicklung ist La Palma ein idealer Standort. Haben wir doch bereits eines der weltgrößten Astro-Observatorien und eine Reihe von führenden Forschungsinstituten vor Ort.

Gerne diskutiere ich mit Ihnen über Ihre Vorschläge und Ideen und die mögliche Realisierbarkeit. Sie können mich hier kontaktieren.

 Photovoltaik/ Solarenergie  -  Die Möglichkeiten bei der Anwendung der Photovoltaik sind sehr vielfältig. Die modernen Anlagen sind technisch ausgereift und halten länger als jede andere Technik zur Energiegewinnung. Die Kanarischen Inseln haben 2.940 Sonnenstunden/Jahr und eine Globaleinstrahlung von 2800 Kwh/m². Bisher gibt es auf La Palma kaum Solaranlagen. Eine erste Großanlage mit 1,2 Mw ist im Bau. Privathäuser sind mit Solaranlagen noch wenig ausgerüstet.
 

 Windenergie - Durch die Insellage gibt es beständige Nordost Passatwinde.

Anlagen gibt es im Süden bei Fuencaliente, im Norden bei Garaffia und am Flugplatz Mazo. Private Kleinanlagen sind nicht vorhanden.

 Geothermie/ Erdwärme -  Die Geothermie ist eine langfristig nutzbare Energiequelle und könnte im Prinzip den weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre decken. Die von der Erde pro Quadratmeter an den Weltraum abgegebene Leistung, beträgt etwa 0,063 Watt/m² (63 mW/m²) (Wärmestromdichte). Dies ist ein relativ kleiner Wert der in anomalen Gebieten, wie etwa vulkanischen, um ein Vielfaches größer sein kann. La Palma ist die aktivste Vulkaninsel Spaniens. Der letzte Vulkanausbruch erfolgte erst 1971 . Hier gibt es interessante Ansatzpunkte. Große wissenschaftliche Untersuchungen oder Berichte liegen zu diesem Thema nicht vor. 
 Wasserkraft  Beschleunigung + Fallkraft : Turbine = Strom. Schon die alten Römer nutzten die Bewegungsenergie und die Fallkraft des Wassers. Wasserkraft ist eine sichere und zuverlässige Technologie, die hier keinen wesentlichen Anteil an der Stromerzeugung hat. Obwohl La Palma die regenreichste Insel der Kanaren ist, gibt es außer einem alten kleinen Wasserkraftwerk in Los Tilos keine Einrichtung. Der Jahresniederschlag liegt bei 800 - 900 l/m² und entspricht ca. der deutschen Regenmenge. Durch die bergige Lage der Insel könnte man ohne riesige Baumaßnahmen relativ einfach aus dem herabströmenden Wasser Energie gewinnen. Die Wasserrechte liegen traditionell in privater Hand und werden durch Communidades (= Genossenschaften)  verwaltet. Ein ausgeklügeltes Kanalsystem durchzieht die ganze Insel. Große offene Wassertanks zur Speicherung des Wassers findet man meist in den Bananenplantagen.
 Wellenkraft  -  La Palma ist komplett vom Atlantik umgeben. Die Kraft der Meereswellen kann mit Wellenkraftwerken für die Energiegewinnung genutzt werden. Doch diese Technologie ist noch nicht ausgereift und sehr kostspielig. Gezeitenkraftwerke nutzen die doppelte Kraft von Ebbe und Flut. Das Wasser wird zweimal durch Turbinen geleitet. Leider ist ein Bau einer solchen Anlage nur an wenigen Standorten möglich. Durch die rasch und steil abfallenden Küsten La Palma`s zudem auch technisch schwierig.
 Bioenergie  -  Die in der Biomasse biochemisch gespeicherte Sonnenenergie kann auch als sich selbst erneuernder Energielieferant (nachwachsender Energieträger) für die Gewinnung elektrischer Energie oder als Kraftstoff genutzt werden (Regenerative Energie). Die Verwendung von Biomasse zur Erzeugung von Wärme, elektrischer Energie oder als Kraftstoff ermöglicht eine ausgeglichene CO2-Bilanz, da nur die Menge CO2 ausgestoßen wird, die zuvor biochemisch gebunden wurde. La Palma wird auch die "Isla Verde", die grüne Insel, genannt. Durch die ergiebigen Niederschläge wächst auf der Insel fast alles. Früher wurde sehr viel Zuckerrohr, heute meist Bananen, angebaut. Zuckerrohr ist ein großer Energielieferant, aus dem brauchbare Energie hergestellt werden könnte. Die großen Bananenplantagen produzieren sehr viel Bioabfall. Eine Bananenstaude trägt nur einmal und wächst in 9 Monaten sehr rasch bis zur Ernte heran. Diese Biomasse stellt heute ein Entsorgungsproblem dar. Nur vereinzelt wird davon auch Dünger oder Viehfutter hergestellt.